Worauf sollte man bei einer App für ein kleines Kind achten?
Warum Werbung in Kinder-Apps ein eigenes Problem ist
Ein kleines Kind unterscheidet Inhalt und Werbung nicht. Ein winziger Schließen-Button oder ein Belohnungsvideo wird nicht als Werbung gelesen, sondern als Teil des Spiels. Daher stammen die meisten versehentlichen Käufe und der meiste Frust.
Einmal für eine werbefreie App zu bezahlen ist meist billiger als die Alternative — an Geld und an Diskussionen.
Worauf man im Aufbau achten sollte
Ob man ohne Hilfe wieder herauskommt, ob Fehler nicht bestraft werden und ob es keine Timer oder Serien gibt, die Druck erzeugen. Gutes Kinderdesign hat keine Eile: Es lässt erkunden und bestraft Innehalten nicht.
Bindungsmechaniken, die für Erwachsene gemacht sind — Tagesserien, Belohnungen fürs Einloggen —, haben in einer App für Vierjährige nichts zu suchen.
Zum Thema Bildschirmzeit
Aktuelle Empfehlungen sprechen weniger über Minuten und mehr darüber, was gemacht wird und mit wem. Eine App gemeinsam zu benutzen und darüber zu sprechen ist nicht dasselbe wie ein automatisch weiterlaufendes Video, auch wenn die Uhr dieselbe Zahl zeigt.
Und was am besten funktioniert, ist keine Regel, sondern ein absehbares Ende. "Wenn dieses Level fertig ist" führt zu deutlich weniger Streit als plötzliches Ausschalten.
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