OCR

Warum kann ich in meinem gescannten PDF nicht suchen?

Weil ein Scan ein Bild ist, kein Text. Für dein Gerät ist diese Seite eine Fotografie — es gibt keine Wörter, nach denen sich suchen ließe. OCR, also Texterkennung, analysiert das Bild, erkennt die Buchstaben und legt eine unsichtbare Textebene dahinter. Die Seite sieht gleich aus, ist aber durchsuchbar und kopierbar.

Wovon die Genauigkeit abhängt

Von Auflösung und Kontrast — viel mehr als vom Programm. 300 dpi ist der Punkt, ab dem OCR gut funktioniert; unter 200 dpi vervielfachen sich die Fehler. Ein schräg mit Schatten abfotografiertes Blatt liefert schlechtere Ergebnisse als ein mittelmäßiger, aber gerader Scan.

Die Seite vor der Verarbeitung geradezurücken bringt mehr als ein Werkzeugwechsel.

Wo es zuverlässig scheitert

Handschrift, Zierschriften, Text auf gemusterten Hintergründen und Tabellen mit vielen Linien. Auch mehrsprachige Dokumente: ist die Erkennung auf eine Sprache eingestellt, kommen die Wörter der anderen fehlerhaft heraus.

Am heikelsten sind Zahlen. Eine als O gelesene 0 in einem Betrag fällt nicht auf und ändert die Bedeutung. Bei buchhalterischen oder juristischen Dokumenten die Zahlen von Hand prüfen.

Der erkannte Text ersetzt nicht das Original

Die OCR-Ebene ist eine Suchhilfe, keine beglaubigte Abschrift. Für Behörden zählt der Scan — nicht das, was ein Programm zu lesen glaubte.

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